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Wir vergeben für jeden Kunden, der bei uns behandelt wird, eine Pflegeanleitung mit mehreren Notrufnummern. Solltet ihr also außerhalb der Öffnungszeiten ein Problem mit eurem Piercing haben, könnt ihr euch gerne an uns wenden. Solltet ihr uns telefonisch nicht sofort erreichen, schickt bitte eine SMS, wir rufen dann umgehend zurück. 

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Piercing (von engl. to pierce:  „durchbohren, durchstechen“) ist eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck wie z.B. Ringe oder Stäbe, an den verschiedensten Stellen des Körpers durch die Haut und darunter liegendes Fett- oder Knorpelgewebe eingebracht werden.

Geschichte & Kultur:
Das Durchstechen verschiedener Haut- und Körperstellen wie Lippen oder Ohren als traditioneller Schmuck wird seit Jahrtausenden von zahlreichen Kulturen praktiziert. Die frühesten Belege in Form von Schmuck oder Zeichnungen lassen sich schon vor 7000 Jahren finden. Dabei dient dies nicht nur als Schmuck, sondern auch als Zeichen der Stammeszugehörigkeit. Es diente spirituellen Ritualen oder Darstellung eines Veränderungsprozesses.

Aktuelles:
Viele Piercings gehen auf Jahrtausende alte Traditionen zurück, andere wurden völlig neu erfunden. Oft ist das Piercing auch von der aktuellen Mode oder verschiedenen Trends abhängig. So waren die ersten Piercings in den 90er Jahren, die weiter verbreitet waren häufig Augenbrauen-, Zungen- und Bauchnabelpiercings. Aktuell sind das Labret, der Tragus, sowie das Dehnen der Ohrläppchen sehr beliebt.  Auch Intimpiercings, wie das Christina- Piercing bei der Frau oder das Frenulum-Piercing beim Mann werden in den letzten Jahren immer häufiger gestochen.

Das Stechen:
Die Körperstelle, die gepierct werden soll wird zunächst desinfiziert, um Infektionen zu vermeiden. Die Ein- und Austrittsstelle des Stichkanals wird meist mit einem Stift markiert und anschließend mit einer speziellen Piercing-Zange fixiert. Wir stechen alle Piercings mit einem peripheren Venenkatheter. Nachdem die Nadel durch die Haut gestochen wurde, wird sie entfernt und nur eine Plastikhülse des Katheters verbleibt im Stichkanal. Mit Hilfe dieses Überzuges wird dann der Schmuck durch den Stichkanal gezogen.

Schmerzen beim Stechen:
Die Schmerzen beim Einstich sind mit dem einer Spritze (beispielsweise bei einer Impfung) vergleichbar und dauern meist nur wenige Sekunden an. Wie stark oder wie unangenehm der Schmerz gefühlt wird ist sehr individuell und bei jedem Menschen anders. Jedoch unterscheiden sich Piercings auch generell in ihrer Schmerzhaftigkeit beim Stechen: bestimmte Piercings tun einfach mehr weh als andere.

Ohrpiercings:
Mit einem Ohrloch ist meist das am Ohrläppchen gemeint, jedoch kann am Ohr an vielen weiteren Stellen ein Piercing durchgeführt werden.
Beispiele:
Helix- Piercing: befindet sich an der Ohrmuschel und gehört zu den häufigsten Piercings am Ohr.
Tragus-Piercing: führt durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals.
Conch-Piercing: sitzt direkt an der inneren oder äußeren Ohrmuschel.
Industrial-Piercing: verbindet zwei gegenüberliegende Helix-Piercings.

Piercings im Gesicht:
Beispiele:

Augenbrauen-Piercing: befindet sich oberflächlich und bildet von unter bis über die Augenbraue einen Stichkanal.
Labret-Piercing: wird unterhalb der Lippe gestochen.
Madonna-Piercing: befindet sich oberhalb der Lippe.
Medusa-Piercing: sitzt zentral über der Oberlippe.


Piercings im Mund:
Beispiele:
Zungen-Piercing: wird senkrecht, meist mittig durch die Zunge gestochen.
Lippenbändchen-Piercing: befindet sich vertikal gestochen im Lippenbändchen.


Piercings in der Nase:
Beispiele:
Nostril-Piercing:  wird seitlich durch den Nasenflügel gestochen.
Septum-Piercing: durch die Nasenscheidewand, entweder durch oder unterhalb des Knorpels.

Körper:
Beispiele:
Bauchnabel-Piercing: ist eins der populärsten Piercings der letzten Jahre und wird meist oberhalb bis innerhalb des Bauchnabels gestochen. Wobei hier auch einige Varianten möglich sind.
Brustwarzen-Piercing: wird meist horizontal durch die Brustwarze gestochen. Aber auch hier sind einige Varianten möglich.
Intimpiercings:
Im Genitalbereich sind sowohl bei Männern als auch bei Frauen zahlreiche Piercing-Variationen möglich.
Bei Männern:
Frenulum-Piercing:  verläuft durch das Vorhautbändchen und gehört zu den unkompliziertesten männlichen Intimpiercings.
Hafada-Piercing: befindet sich  am  Hoden.
Bei Frauen:
Klitoris-Vorhaut-Piercing: horizontal oder vertikal durch die Klitorisvorhaut.
Schamlippen-Piercing: hier sind verschiedene Stich-Varianten möglich, jeweils an den inneren und äußeren Schamlippen.
Christina-Piercing: Dabei handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, das vertikal in der Falte zwischen den oberhalb zusammenlaufenden Schamlippen gestochen wird.

Mögliche Probleme und Gefahren:
Professionell durchgeführte und gut gepflegte Piercings verursachen normalerweise keine Probleme und stellen auch keine Gefahr dar. Die meisten genannten Probleme, über die wir natürlich im Gespräch ausreichend aufklären, treten nur in seltenen Ausnahmefällen auf oder lassen sich leicht durch einfache Verhaltensregeln verhindern. Auf jeden Fall legen wir im Bodyscript Tattoo & Piercing Studio in Stolberg viel Wert auf ausführliche Beratung und Aufklärung. Also kommt einfach mal vorbei oder ruft uns an.

 

Wir vergeben für jeden Kunden, der bei uns behandelt wird, eine Pflegeanleitung mit mehreren Notrufnummern. Solltet ihr also außerhalb der Öffnungszeiten ein Problem mit eurem Piercing haben, könnt ihr euch gerne an uns wenden. Solltet ihr uns telefonisch nicht sofort erreichen, schickt bitte eine SMS, wir rufen dann umgehend zurück. 

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